Thanatopraxie

Der Abschied von einem Menschen wird wesentlich bewusster wahrgenommen und besser verarbeitet, wenn der letzte Anblick nicht als Bild des geschlossenen Sarges "gespeichert" wird. Sie müssen sich schließlich von einem Menschen verabschieden, nicht von seiner letzten Ruhestätte.

Durch die vorsorgliche Behandlung eines Verstorbenen nach traditionellen und modernen Erkenntnissen ist eine offene Aufbahrung, ohne eine Beeinträchtigung für Angehörige, Geistliche, Trauerredner oder Friedhofspersonal fast immer über einen längeren Zeitraum möglich. Beim lebendigen Menschen verhindern natürliche Abwehrkräfte die Ausbreitung von Mikroorganismen im Körper. Nach dem Tode überleben diese Mikroorganismen, vermehren sich und verursachen eine Veränderung des Verstorbenen, die zu den unangenehmen Begleiterscheinungen führt, die eine offene Aufbahrung bei ungünstigen Voraussetzungen verhindern.

Vor allem für die Angehörigen von Unfallopfern ist die Versorgung von Verletzungen durch die thanatopraktische Behandlung ein Segen. Besonders in solchen Fällen lässt sich der schwerwiegende Verlust auf diese Weise besser verarbeiten, weil Angehörige bewusst Abschied nehmen können.

Es geht also nicht um eine Konservierung für die Ewigkeit. Der Leichnam soll lediglich bis zur Bestattung in einer dem Verstorbenen würdigen Weise bewahrt werden.

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Schmuckstücke mit individuellem Wert